Die Ansprüche, welche an Rasenflächen gestellt werden sind teilweise sehr individuell. Manche Menschen möchten, dass ihr Rasen vor allem gut aussieht, andere wiederum legen Wert auf einen pflegeleichten robusten Rasen, der auch nach starker Beanspruchung nicht gleich aussieht, als wäre man mit einem Traktorpflug hinüber gefahren. Zum Glück gibt es für fast alle Ansprüche den richtigen Rasen. In diesem Artikel sollen die einzelnen Rasenarten, ihre Eigenschaften und Einsatzgebiete näher erläutert werden.

Kräuterrasen

Ein Kräuterrasen ist grundlegend eine Mischung aus wilder Wiese und Kräutergarten. Dies kann nicht nur schön aussehen, sondern auch diverse andere Annehmlichkeiten mit sich bringen.

Kräuterrasen ist dabei natürlich kein ästhetisches Wunderwerk, sondern zielt eher darauf ab einen naturbelassenen Charme zu erzeugen. Durch diesen natürlichen Charakter bildet er ein Ökosystem, in dem viele Tiere und Insekten ihr zu Zuhause finden und trägt so zum natürlichen Gleichgewicht bei. Ein weiterer Vorteil ist die Pflegeleichtigkeit. Die Fläche muss nicht so regelmäßig gemäht, gedüngt oder von Unkraut entfernt werden.

Wer also eine natürliche Atmosphäre kombiniert mit wenig Arbeit erzeugen möchte, ist hier genau richtig.

Sportrasen

Egal ob Fußball, Tennis, Golf oder viele weitere Aktivitäten, der spezielle Sportrasen ist aus der heutigen Sportlandschaft nicht mehr wegzudenken. Die markanteste Eigenschaft von Sportrasen ist dessen Robustheit. Selbst bei starken Belastungen entstehen Schäden, wie kahle Stellen, nur sehr langsam.

Sportrasen besteht aus einer speziellen Samenmischung. Meist sind Wiesenrispe, Rotschwingel und Weidelgras in großen Mengen anzutreffen, da dies sehr strapazierfähige Sorten sind. Die Kombination mit weiteren Samenarten sorgt dann für einen Rasen, der regelmäßigen Belastungen problemlos standhält.

Jedoch kommt auch der robusteste Rasen nicht ohne Pflege aus. Sportrasen muss vor allem regelmäßig gemäht werden. Dabei darf eine Schnitthöhe von vier Zentimetern nicht unterschritten werden. Wird die Fläche im ein bis zwei wöchigen Turnus gemäht, so steht dem Nutzer für lange Zeit ein strapazierfähiger Rasen zur Verfügung, den so leicht nichts schocken kann.

Spielrasen

Gerade für Gartenbesitzer mit Kindern und Haustieren eignet sich Spielrasen. Aber auch wer regelmäßig Gartenpartys oder Events in seinem heimischen Grün stattfinden lässt, sollte sich überlegen Spielrasen zu säen. So können sich alle Beteiligten regelmäßig austoben, ohne dass dabei größere Schäden an der Fläche entstehen.

Ähnlich dem Sportrasen bestehen die Saatgutmischung für Spielrasen in großen Anteilen aus Rotschwingel, Weidelgras, Wiesenrispengras und Straußgras. Wie die Mischung im Endeffekt genau aussieht hängt von Faktoren wie Bodenbeschaffenheit und Klima ab.

Spielrasen bietet also eine hohe Belastbarkeit, bei gleichzeitig akzeptablen Äußeren. Wer allerdings seine Fläche zur Zierde nutzen möchte, der ist mit anderen Rasensorten, wie z.B. dem Zierrasen besser beraten.

Zierrasen

Der Zierrasen bereitet zwar viel Arbeit, ist aber sehr schön anzusehen. Damit gibt ein jeder Gartenbesitzer seinem Grundstück den letzten Schliff.

Zierrasen ist besonders dicht, deshalb wirkt er wie ein grüner Teppich. Um dieses Bild jedoch dauerhaft aufrecht zu erhalten bedarf es einiges an Pflege. Vor allem das regelmäßige Mähen und entfernen von ungewollten Gewächsen ist hier aller erstes Gebot.

Natürlich gibt es auch für Zierrasen spezielle Saatgutmischungen. Hier kommt es natürlich wieder auf die alten bekannten Faktoren an. Die Wetterverhältnisse und die Bodeneigenschaften spielen dabei die größte Rolle. Wer sich unsicher ist, sollte einen Fachmann hinzuziehen ziehen und sich kompetent beraten lassen. Hat man sich für eine Samenmischung entschieden, so gilt es nach der Aussaat die Flächen regelmäßig zu düngen, zu bewässern und zu mähen. Hält man sich an diese Pflegevorschriften, wird man mit einem traumhaft aussehenden Rasen belohnt.

Landschaftsrasen

Wer sehr große Flächen begrünen möchte, der sollte sich überlegen, ob er dies nicht mit Landschaftsrasen macht. Dieser spart gegenüber herkömmlichen Rasensorten viel Arbeit und damit Zeit, ist dabei jedoch immer noch schön anzusehen.

Was den Landschaftsrasen so optimal für große Flächen macht ist die Tatsache, dass er langsam wächst und so viel seltener gemäht werden muss als herkömmlicher Rasen. Auch ist er sehr Wetterbeständig, was eine Pflege durch Düngen und Nachsäen zusätzlich weniger nötig macht.

Bei der Samenmischung für Landschaftsrasen kommen die robusten Sorten Fioringras, Wiesenrispe und Rotschwingel zum Einsatz. Das Mischverhältnis richtet sich hier nach Bodenbeschaffenheit und Witterungsbedingungen.